Faasenacht: Karneval bei der Seniorenvereinigung

Fastnacht kann man nie früh genug feiern, und deshalb hatten die „Senioren“ schon zwei Wochen vor Fasching zum fröhlichen Beisammensein eingeladen. Mal wieder liebevoll dekoriert war der Versammlungsraum auf der Ritterstraße, als die „Hauskapelle“, bestehend aus Wolfgang Getrey und Helmut Schmeer, mit flotten Melodien loslegte.

Helene Gräber hatte die Rolle der Stimmungsmacherin übernommen. In gelungenen Reimen gab sie kluge Ratschläge, vor allem aber, den Dienstag bei den „Senioren“ zu genießen, Voraussetzung, um mindestens so alt wie Adenauer zu werden. Rudolf Müller, der Vorsitzende in der Rolle des Ritters von Bucherbach begrüßte sodann: „Liebe Seniorinnen und Senioren, jetzt spitzt mal Eure alten Ohren.“ Er erzählte vom harten Leben in der Bucherbach und spannte den Bogen zur heutigen Zeit und zu den gutgelaunten Gästen. Man brauche die Ziffern doch nur umzudrehen, dann sei man wieder jung; er zum Beispiel sei dann 37. Lob und „Auf die Schippe nehmen“ wechselten humorvoll ab.

Dann wurde es richtig fromm: eine Litanei mit dem Kehrreim: „Senioren, alleh hopp!“ Herrlicher Spott, auch über die Senioren, eine komplette Getränkekarte, originell und spritzig von der Frauenrunde vorgetragen! Helga Schmitt spielte zwischendurch mit einer Wortkette: miteinander, füreinander, übereinander und so weiter und leitete so über zu dem lustigen Sketch: “Et briezig Hingel“, vorgetragen von Anneliese Weber und Ursel Sander.

Der zweite Teil des fastnachtlichen Nachmittags begann mit der Frauengruppe, die den musikalischen Vortrag brachte: „Was soll ich kochen heute?“, Rezepte, nicht unbedingt zum Nachkochen geeignet. Blandina Schille leitete in heiteren Versen zum Liedvortrag über: „Amanda, hol die Hand da weg!“ – ein herrlicher Spaß! Es ging weiter mit dem Sketch: „Mama, wo komm ich her?“, gespielt von Karin Pieper, Gertrud Speicher und Margret Serf. Höhepunkt war Helga Schmitts Büttenrede. Krank sei sie gewesen und deshalb in Kur gegangen: witzige Wortspiele, in muntere Reime gefasst, pseudo-medizinische Gags, Kurerlebnisse vom Feinsten!

Fast traurig war die närrische Gemeinde, als es zum Schluss hieß: „Der Nachmittag ist nun vorbei“. Nun, so ganz vorbei war er noch nicht, denn die Senioren und natürlich auch die Seniorinnen blieben noch eine lange Weile zusammen. „Wir halten treu zu dem Verein“ – wie ein Motto klang der Abgesang der Frauenrunde: „Es war doch nicht das letzte Mal, dass wir zusammen trinken.“ So wurden dann auch die Mitwirkenden mit einem Glas Sekt verabschiedet, ein dankbar angenommenes Honorar. (ek)

weitere Fotos von Olaf Reeck