Viele Kirchen – viel Spaß: Die Seniorenvereinigung Püttlingen im Frankenland

Das war doch sicher die letzte Kirche?“, fragte im Spaß ein Mitreisender. Aber man kann halt nicht ins Frankenland fahren, ohne wenigstens zwei oder drei der großartigen Basiliken von Balthasar Neumann zu besuchen. Nach längerer Pause hatte die Seniorenvereinigung Püttlingen wieder eine Mehrtagesfahrt unternommen, diesmal in die Lande am Main. Bei frühherbstlichem Sonnenwetter hatte die Gruppe zahlreiche Höhepunkte in das Programm aufgenommen, darunter auch historische Elemente. Beim Rundgang durch das bezaubernde Würzburg wurden sich die Reisenden der entsetzlichen und sinnlosen Zerstörungen der Barockstadt kurz vor Ende des II. Weltkrieges bewusst. Am zweiten Tag war es die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, die bei den Reisenden einen bleibenden Eindruck hinterließ: ein lichtdurchflutetes und farbenfrohes Gotteshaus aus dem 18. Jahrhundert. Auf Bitten des Abtes sangen die Senioren das deutsche „Te Deum“.

Das beschauliche Coburg – eher selten von Frankenreisenden besucht – war ein weiteres Ziel, ebenso wie das imponierende Kloster Banz. Nur wenig bekannt, aber umso beeindruckender war das Fachwerkdorf Seßlach. Am nächsten Tag zeigte sich die Weltkulturerbe-Stadt Bamberg fast „touristenfrei“: ein Hauch von Venedig, Erinnerungen an Straßburg, aber doch eine besondere Stadt, in der deutsche Geschichte geschrieben wurde. Durch die großartige Landschaft der Fränkischen Schweiz führte die Fahrt nach Goßweinstein, wo eine weitere Barockkirche von Balthasar Neumann besichtigt wurde. Auch auf der Heimfahrt war ein Höhepunkt eingeplant, nämlich das romantische Rothenburg ob der Tauber. Neben den Fachwerkgassen galt ein Besuch dem Heiligblut-Altar in der Stadtpfarrkirche St. Jakob, einem von Tilman Riemenschneider geschnitzten kostbaren Kunstwerk. Es war sicher kein Nachteil, dass die überaus interessierten Reisenden außer den Informationen im Bus ortskundige Reiseleiter zur Verfügung hatten. Dass es bei der Heimfahrt zu regnen begann, tat der guten Stimmung keinen Abbruch, so dass sich Rudolf Müller, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung Püttlingen, herzlich bei den Organisatoren bedanken konnte. (ek)

zur Fotoreportage von Olaf Reeck