„Püttlinger Frühling“ – ein besonderer Nachmittag

Es war in der Tat ein besonderer Nachmittag, zu dem die Seniorenvereinigung Püttlingen in die Stadthalle eingeladen hatte. Zwar stand die Vorstellung des Bandes „Lesebuch des Lebens“ im Mittelpunkt, aber ein anspruchsvolles Rahmenprogramm hatte viele Gäste in die festlich geschmückte Stadthalle gelockt.

Den ersten Teil umrahmte die Chorgemeinschaft „Fidelio“ unter Leitung von Claus Bär mit Liedern von Frühling und Liebe. Neben der bekannt sicheren Intonation war es vor allem beim zeitgenössischen Satz „Liebe, Liebe lache“ von Robert Pappert, wie die schwierige Rhythmik gemeistert wurde. Was der Männerchor bot, war mehr als ein Rahmenprogramm. Rudolf Müller, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung, konnte unter den Besuchern auch die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Frau Monika Bachmann, begrüßen, ferner die Beigeordneten und die Mitglieder des Stadtrates. Rudolf Müller erläuterte in seiner Begrüßung, dass Buch und Veranstaltung der Beitrag der Seniorenvereinigung zum 50jährigen Stadtjubiläum seien. Sein Dank galt den Vielen, die zum Gelingen des Nachmittags beigetragen haben.

Frau Ministerin Monika Bachmann überraschte mit einem sehr persönlichen und ansprechenden Beitrag. Sie sei von der ersten Minute an von dem Projekt begeistert gewesen. In einem Gesicht sei so Vieles „zu lesen“ vor allem: Was steht hinter dem Gesicht? „Vier Jahre Arbeit“, so die Ministerin, „haben sich unbedingt gelohnt“. Sie spreche nicht nur Dank, sondern Glückwünsche aus.

Norbert Emanuel führte unterhaltsam und kenntnisreich durch das Programm. So konnte er im zweiten Teil Lieder des 20. Jahrhunderts vorstellen, die das „Lesebuch des Lebens“ musikalisch begleiteten. Überwiegend junge Künstler der Musikschule trugen gekonnt und selbstbewusst bekannte und weniger bekannte Chansons vor. Zentraler Punkt des Nachmittags war die Vorstellung des Buches mit Porträtfotografien von Olaf Reeck und Texten von Georg Fox. Die Seniorenvereinigung hatte dazu die originelle Form der Talkrunde gewählt. Erich Keller, der die Runde auf lockere Art und Weise moderierte, bezeichnete das Buch als „Gesamtkunstwerk“ und seine Gesprächspartner entsprechend: Olaf Reeck als Bildkünstler, Georg Fox als Wortkünstler und Rudolf Müller als Organisationskünstler. Alle zusammen hätten es fertiggebracht, dieses außergewöhnliche Buch zu produzieren.

Georg Fox las aus dem Begleittext des Buches über die „Sprache der Gesichter“, später über die „Sprache der Heimat“. Vor allem die Mundartgedichte bereiteten viel Freude: Natur, Partnerschaft und Geschichte waren Gegenstand – großartige Vorträge!

Die Aufgabe der abschließenden Dankesworte hatte die stellvertretende Vorsitzende Jutta Mische übernommen. Es waren viele, die zum Gelingen des Nachmittgas beigetragen hatten. Es ging eine Veranstaltung zu Ende, die nach einer Fortsetzung ruft.

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