Zu Gast bei der SVP.: Manuel Andrack

Wie gewohnt kamen viele Besucher in den Versammlungsraum auf der Ritterstraße, als der Neu-Köllerbacher Autor Manuel Andrack auf Einladung der Seniorenvereinigung las. Der Vorsitzende Rudolf Müller begrüßte den Referenten und stellte ihn als vielseitigen Autor vor.

Er sei, so Andrack, ja immer Dienstag auf der Ritterstraße, weil seine Tochter dort die Musikschule besuche. Da sei er Rudolf Müller begegnet, und schon habe die SVP einen spannenden Programmpunkt eingesammelt.

Andrack erzählte zunächst, warum er ins Saarland und dort ins Köllertal gekommen sei. Eine erste Lesung beschäftigte sich mit einer Wanderung im Schwabenland: ansprechende Wortspiele, Begegnungen mit Politikern, ja sogar – augenzwinkernd – mit der möglichen künftigen Bundeskanzlerin und schließlich die Neuschöpfung des Begriffes „Unterhopfung“. Beim Wandern hatte er immer noch Zeit, alte Legenden aus dem Schwabenland zu „modernisieren“. Es folgten heitere Klosterlegenden, wo es beispielsweise um eine Toilettentür ging, die von innen nur zu verschließen war, wenn man drei Zehn-Cent-Stücke einwarf. Und wer von den Zuhörern habe – bitte – solche Münzen im Geldbeutel? Er tausche sie umgehend gegen ein Zwei-Euro-Stück. Großes Gelächter, als nur Altbürgermeister Rudolf Müller die Geldstücke vorweisen konnte und rein prozentual das Geschäft seines Lebens machte.

Wanderung folgte auf Wanderung, Anekdote auf Anekdote. „Schritt auf Schritt“ heißt doppeldeutig das Buch, aus dem er las. In „original-römischer Kleidung“ sei er mit Wanderfreunden im Hunsrück unterwegs gewesen. Allein das Kettenhemd habe 11 Kilo gewogen. So ausgerüstet wie ein römischer Legionär hätten sie dennoch viel Spaß gehabt, selbst als sich die Sandalen rasch aufgelöst hätten. Herrlich die Geschichte, als ein Legionär übel von einer Biene gestochen wurde und der Fahrer des Krankenwagens nicht wusste, ob der Patient in die Psychiatrie oder die Notaufnahme gehöre. Selbst das Verkehrszeichen 317 „Wanderer-Parkplatz“ wurde auf die Schippe genommen, sei es doch im Schwäbischen anders als sonstwo gestaltet.

Ein überaus amüsanter Nachmittag bei der Seniorenvereinigung Püttlingen ging viel zu schnell vorüber. Dem Vorsitzenden Rudolf Müller blieb abschließend nur noch, für eine unterhaltsame Stunde auf der Ritterstraße herzlich zu danken.

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