Aktuell

 

Liebe Seniorinnen und Senioren in Püttlingen!

Die Seniorenvereinigung Püttlingen ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit seinem Programm und Angeboten an alle Püttlinger Seniorinnen und Senioren richtet. Wer sich informieren will, ist als Gast bei den Veranstaltungen in der Begegnungsstätte herzlich willkommen. Sie können auch gerne mit mir oder einem der weiteren Mitglieder des Vorstandes Kontakt aufnehmen. Wir laden Sie zur Mitgliedschaft und Mitarbeit herzlich ein!

Ihr
Rudolf Müller, Vorsitzender

 

Unsere nächsten Veranstaltungen:

18.12.:Traditionelle Adventsfeier
Ansprache von Pastor Hans-Georg Müller
Musikalische Umrahmung durch Zitherverein Püttlingen
und Dreigesang

 

 


Rückblick: Unterwegs ins Frankenland mit Olaf Reeck

Für viele eine schöne Erinnerung, für andere ein Einblick in die Septemberreise, die ins Frankenland führte. Olaf Reeck hatte eindrucksvolle Bilder zusammengetragen, die vor allem durch ihre Liebe zum Detail überzeugten. Am Anfang stand Würzburg, wo der erste und einzige Regenguss niederging. Ein weiterer Höhepunkt war die Klosterkirche Vierzehnheiligen, überschäumender Barockstil. Coburg, eigentlich weniger bekannt, war vielleicht gerade deswegen ein liebenswertes Ziel. Auch kaum bekannt, aber auch  deswegen überraschend schön das mittelalterliche Seßlach – hier scheint die Zeit stillzustehen. Zentraler Punkt der Reise war natürlich Bamberg, das Venedig des Frankenlandes, für die Mitreisenden nochmals eine Erinnerung an diese ganz besondere Stadt. Der Nachmittag führte dann in die Fränkische Schweiz, Felsengebilde, die man so kaum erwartet hätte; und dann zum Abschluss noch eine Barockkirche: die Basilika von Gößweinstein. Die Rückfahrt führte nach Rothenburg ob der Tauber, weit ruhiger als erwartet oder befürchtet. Der Bildbericht von Olaf Reeck machte Lust auf die nächste Reise, die nach Thüringen führen soll mit den Höhepunkten Wartburg, Erfurt und Weimar. (ek)

zur Foto-Reportage von Olaf Reeck

 


Ein neues Projekt bei der Seniorenvereinigung Püttlingen:
Beitrag im Internetradio „Saarwelle“

Dass die „Senioren“ nicht von gestern sind, zeigt schon die sorgfältig gepflegte Homepage. Jetzt aber betritt die Vereinigung Neuland: Die Adventsfeier wird aufgezeichnet und am zweiten Weihnachtstag ausgestrahlt. Neben der Weihnachtsansprache von Pfarrer Hans-Georg Müller steht ein ganz besonderes Erlebnis bevor: Zwei Texte des aus Püttlingen stammenden Mundartautors Friedrich Ebert sind von B. und M. Lederer vertont worden und werden nun in einer Erstaufführung vorgetragen. Es handelt sich dabei um „Chriskinnchen“ und „Schlooflied foa et Jesuskänd“. Ausgestrahlt wird die Sendung über das Web-Radio „Saarwelle“, das von dem gebürtigen Püttlinger Klaus Petri betrieben wird.

Folgende Empfangsmöglichkeiten gibt es:

Internetradio (Radiogerät)
Auf dem Tablet eingeben und anklicken: https://laut.fm/saarwelle
Windows Mediaplayer (auch VLC) (m3u89274)
SAARWELLE in einer Suchmaschine eingeben und dem Link folgen

Als Sendetermin ist der  2. Weihnachtsfeiertag, also Mittwoch, 26. Dezember 2018,  18:00 Uhr, vorgesehen. (ek)

 


Der Nikolaus bei der Seniorenvereinigung Püttlingen

Eine schöne Tradition wurde fortgesetzt, als sich die Mitglieder der Seniorenvereinigung dieser Tage auf der Ritterstraße zum Nikolausfest trafen. Gerhard Utter am Akkordeon stimmte die Gruppe erst mit adventlichen, dann mit Nikolausliedern stimmungsvoll ein. „Kindheitserinnerungen“ las Maria Gräber einen selbst verfassten Text in Püttlinger Dialekt und ansprechend gereimt vor. Längst Vergessenes wurde wieder lebendig, liebevolle Geschenke, ganz ohne Elektronik. Als dann die imposante Figur des Heiligen Nikolaus eintrat, wurde auch er mit einem Gedicht begrüßt, vorgetragen von Irene Kirsch, von ihr  auch wieder verabschiedet. Der heilige Besucher nahm den aktuellen Barbaratag zum Anlass, gedanklich den Brauch des Barbarazweiges wieder aufleben zu lassen und die Symbolik zu erläutern. Der Seniorenvereinigung war es wieder einmal gelungen, Besinnliches und Unterhaltsames miteinander zu verknüpfen. Was Wunder, dass sich Sankt Nikolaus verabschiedete mit den Worten, er freue sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. (ek)

 


Die große Welt bei der Seniorenvereinigung Püttlingen:
Die Tempel von Angkor

Zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit der  VHS hatte die Seniorenvereinigung Püttlingen in den Versammlungsraum auf der Ritterstraße eingeladen. Thema des Power-Point-Vortrages waren die Tempel von Angkor in Kambodscha. Erich Keller riss kurz die Entstehungsgeschichte der Tempelanlagen an und stellte dabei einen zeitlichen Bezug zum Bau der europäischen Dome und Kathedralen her. Nach dem Verlassen der Tempel seien sie über Jahrhunderte vergessen worden. Im 20. Jahrhundert hätten die Kriege und das unselige Regime der Roten Khmer eine Restauration und eine touristische Nutzung erschwert. Erst seit etwa 30 Jahren sei ein relativ leichter Zugang möglich, und heute seien die Tempel von Angkor in Kambodscha ein Anziehungspunkt für Reisende aus der ganzen Welt.

Der Referent beschränkte sich auf vier besonders wichtige Tempel, zu Anfang natürlich die imposante Anlage des Angkor Wat. Eindrucksvoll dabei waren nicht nur die gewaltigen Türme, sondern die liebevolle Ausgestaltung der Wände. Hübsche Reliefs zeigen Tänzerinnen, aber auch Szenen aus dem Alltag der Männer: Jagd- und Kriegsszenen. „Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört“ – unter diesem Motto wurde der Tempel Ta Promh gezeigt, wo beängstigend große Würgefeigen das Mauerwerk zu sprengen drohen, Bilder wie aus einem Science-Fiction-Film. Der Bayon, vereinfacht “Gesichtertempel“ genannt zeigt fast zweihundert monumentale Gesichter, die vermutlich die Bauherren der Tempel darstellen. Zum Schluss stellte Keller den jüngsten und vielleicht schönsten Tempel vor, Banteay Srei. Er bezeichnete ihn als den „barocken“ Tempel wegen der phantastischen Steinmetzarbeiten. Die Reliefs aus rötlichem Buntsandstein sehen aus wie aus Holz geschnitzt. Sie zeigen Szenen der hinduistischen Kultgottheiten mit einer bewundernswerten Feinheit. Die Strapazen einer Reise nach Kambodscha, so schloss Keller, würden durch die vielfältigen Eindrücke wettgemacht. Herzlicher Beifall  dankte dem Referenten für einen informativen und unterhaltsamen Vortrag. (ek)

 


Anekdoten aus aller Welt

Rudolf Müller, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung Püttlingen, begrüßte Erich Keller als „Weltreisenden“, diesmal in Sachen Humor. Bestimmt ohne Zusammenhang mit dem gerade zwei Tage zurückliegenden Beginn der närrischen Zeit am 11.11. hatte die Seniorenvereinigung Püttlingen nämlich zu einem Anekdoten-Nachmittag eingeladen; das machte der Referent Erich Keller gleich zu Beginn deutlich, als er den Witz gegen die Anekdote abgrenzte. Der Witz sei oft verletzend, diskriminierend, wende sich gegen Minderheiten. Dies wurde zur Erheiterung der zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer an Beispielen belegt. Die Anekdote hingegen sei nur selten Anlass zum Lachen, eher zum Lächeln, zum Schmunzeln, zur Nachdenklichkeit geeignet. Am Anfang des Vortrages stand die Anekdote vom bescheidenen Philosophen Diogenes, der sich vom großen Alexander nur wünschte, er möge ihm doch aus der Sonne gehen. Häufig seien Anekdoten mit Namen von Staatsmännern verbunden; dies belegte Erich Keller an Beispielen wie Charles de Gaulle, Theodor Heuss, Konrad Adenauer und Abraham Lincoln. Aus der Welt der Künstler wurden Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach und Daniel Barenboim herangezogen, der zugleich als Beispiel für den intelligenten jüdischen Witz und die Anekdote diente. Politisch wurde der Unterschied zwischen Witz und Anekdoten durch DDR-Texte verdeutlicht, die im Westen nicht ohne Weiteres verständlich sind. Natürlich durfte auch die Rezeption in der Literatur nicht fehlen. Keller zog die Nacherzählung von zwei Anekdoten von Heinrich von Kleist ob der altertümlichen Sprache vor, las aber dann, um dem Künstler gerecht zu werden, Heinrich Bölls „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ vor. Belustigt wurde zur Kenntnis genommen, dass das, was vor mehr als fünfzig Jahren heftig angegriffen wurde, heute auf breiten Beifall stößt: Genügsamkeit und Nachhaltigkeit.

Die Texte, frei vorgetragen und mit passenden Bildern unterlegt, waren Grundlage eines unterhaltsamen Nachmittags bei den Senioren auf der Ritterstraße. Der Vorsitzende Rudolf Müller bedankte sich denn auch herzlich im eigenen Namen und in dem der amüsierten Gäste. (ek)

 


Gedenkgottesdienst der Seniorenvereinigung Püttlingen

Es ist zu einer schönen Tradition geworden, dass die Seniorenvereinigung ihrer verstorbenen Mitglieder gedenkt, üblicherweise in der Kirche St. Bonifatius auf der Ritterstraße. Pfarrer Hans-Georg Müller begrüßte die zahlreichen Besucher mit einer ansprechenden Geschichte aus dem Alltag eines Geistlichen. Im Mittelpunkt der Messe stand natürlich die Predigt, die sich auf ganz besondere Weise mit dem Tod auseinandersetzte. Eine Frau, so erzählte Pfarrer Müller, die dem Tode nahe war, bereitete ihre eigene Beerdigung vor. Recht ungewöhnlich war ihre Bitte, statt eines Rosenkranzes eine Gabel in der Hand zu halten. Die Erklärung: Am Abschluss eines festlichen Essens habe man ihr oft gesagt: Die Gabel kannst du behalten. Da habe sie gewusst, es komme noch etwas Besonderes. Wenn man sie dann im Sarge sähe, würden die Trauernden nachdenklich und lernten: Das Beste kommt zum Schluss. Nicht die Trauer der Hoffnungslosen, wie das der Apostel Paulus formulierte, sondern das Vertrauen darauf, dass „noch etwas aussteht“. „Behutsam und unaufdringlich“ möchte er, so abschließend Hans-Georg Müller, darauf hinweisen, dass „noch etwas Besonderes kommt“. Während Martin Luther die Gabel als Essbesteck abgelehnt habe, sollten wir am Symbol der Gabel festhalten: Hoffnung auf eine Zukunft mit Gott. Die Eucharistiefeier, wie üblich von den Senioren mitgestaltet, schloss wie in der altchristlichen Tradition mit einer Einladung zum gemeinsamen Essen, diesmal mit Kaffee und Kuchen im liebevoll geschmückten Versammlungsraum der Schule Ritterstraße. Einem würdigen Gottesdienst folgte ein angenehmer Nachmittag, der den Gästen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. (ek)

weitere Fotos von Olaf Reeck

 


Die Seniorenvereinigung Püttlingen e.V. auf dem Gesundheitstag der SPD

Zum vierten Mal veranstaltete die SPD Püttlingen ihren Gesundheitstag. Natürlich waren wir auch wieder dabei. Vorweg: Unter den durchaus gelungenen Präsentationen im Trimmtreff Viktoria stach die Darstellung der Seniorenvereinigung noch deutlich heraus. Gerade weil wir als gemeinnützige Organisation keinerlei kommerzielle Interessen vertreten, war es möglich, sich auf die vielfältigen Aktivitäten des Vereins zu konzentrieren. So wurden in großformatigen Bildern Porträts der Referentinnen und Referenten des Jahres 2018 vorgestellt, aber auch Gruppen, deren Mitwirkung den Erfolg der Seniorenvereinigung garantieren. Da waren hervorragende Aufnahmen des „Küchenteams“ zu sehen, der „Bedienungsmannschaft“ und des „Rentnerquintetts“. Gruppenaufnahmen zeigten unsere Mitglieder in der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen im Frankenland und im Europa-Parlament Straßburg mit Jo Leinen, der auch im Trimmtreff unseren Stand besuchte und sich sehr positiv über die Arbeit der SVP äußerte. Natürlich wurde auch Olaf Reecks Porträtband „Lebensbilder“ vorgestellt, unser Beitrag zum Püttlinger Stadtjubiläum.

Im Mittelpunkt stand ein Plakat, das die Ziele der SVP deutlich machte: man wendet sich an alle Senioren der Stadt, man finanziert sich selbst aus bescheidenen Mitgliedsbeiträgen, man bietet ein abwechslungsreiches Programm, feiert und plaudert miteinander. Die Einladung gilt für alle Interessierten jeden Dienstag ab 16:30 Uhr im Versammlungsraum der St. Barbara-Schule auf der Ritterstraße. Das ausgelegte Programm fand viel Beachtung. Großartig einmal mehr der Einsatz unserer Mitglieder am Stand der Seniorenvereinigung Püttlingen! (ek)

 


Das „Rentnerquintett“ bei der Seniorenvereinigung Püttlingen

Der Versammlungsraum der St. Barbara-Schule auf der Ritterstraße war fast zu klein, um allen Gästen Raum zu bieten, als der Vorsitzende Rudolf Müller die Musiker des „Rentnerquintetts“ namentlich willkommen hieß: Walter Becker, Manfred Braun, Günther Sander und Waldemar Peter bildeten bei dieser Veranstaltung nur ein Quartett, was dem musikalischen Genuss aber keinen Abbruch tat. Zum „Aufwärmen“ wurden die Besucher erst mal zum Mitsingen eingeladen, muntere Volkslieder zum Beispiel, darunter „Wohlauf in Gottes schöne Welt“, während draußen der erste Schneeregen des Herbstes fiel. Dann aber legten die singenden Rentner los – bekannte Songs, Nostalgie pur: „So wie es früher war, wird’s nie mehr sein“. Zuspruch und Begeisterung stiegen bis zum Schluss, als Walter Becker solistisch, begleitet von seinen Mitsängern, auf stimmungsvolle Weise das „Lied von der Christrose“ vortrug. Einmal mehr bewiesen die Mitglieder und Freunde der Seniorenvereinigung Püttlingen, dass man Spaß zu jeder Jahreszeit haben kann. Was Wunder, dass aus dem angekündigten „Nachmittag“ ein „Abend“ wurde, den Sänger und Besucher gemeinsam genossen! (ek)

weitere Fotos von Olaf Reeck

 


Zu Gast bei der Seniorenvereinigung Püttlingen:
Gisela Rink zum Thema: Was leisten die Sozialstationen?

Gisela Rink, Vorsitzende des Caritasverbandes Saarbrücken und Umgebung, erläuterte zunächst die Zielsetzung der Caritas, die es in Saarbrücken bereits seit hundert Jahren gibt. Ein christliches Menschenbild gelte für die Einrichtung grundsätzlich, aber auch für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Sozialstationen, die von der Caritas unterhalten werden, beschäftigten sich mit drei Leistungsfeldern: der häuslichen Krankenpflege, Hilfen im hauswirtschaftlichen Bereich und der Tagesbetreuung. Am bekanntesten sei natürlich der Bereich der Pflege. Hier kümmerten sich rund 20 Beschäftigte um etwa 160 Patienten in Püttlingen und einem Teil von Riegelsberg.

Am bekanntesten ist wohl die häusliche Krankenpflege, die von Angehörigen nicht geleistet werden kann. Neu ist der Bereich der hauswirtschaftlichen Leistungen für alltägliche Arbeiten im Haushalt, etwa die Pflege der Wäsche, Reinigungsarbeiten in der Wohnung und die Erledigung von Einkäufen. Die Nachfrage gerade in diesem Bereich sei so groß, berichtete Gisela Rink, dass man eine Warteliste führen müsse. Ziel sei es auch hier, die alten Menschen so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung leben zu lassen. Es stünden dafür zwölf „Alltagshelfer“ bereit, die rund um die Uhr verfügbar seien.

Wie fast überall gibt es auch hier Nachwuchsprobleme. Es sei deshalb wichtig, so die Referentin, das Berufsbild der Pflegenden zu verbessern; dafür müssten auch männliche Arbeitskräfte gewonnen werden.

Eine umfassende Tagesbetreuung gibt es in Püttlingen noch nicht; immerhin sei das „Haus im grünen Winkel“ an drei Nachmittagen geöffnet. Dabei geht es vor allem um die Betreuung von Demenzkranken, damit die pflegenden Angehörigen wenigstens zeitweise freie Zeit gewinnen können. Es handelt sich hier nach dem Gesetz ausdrücklich um eine Entlastungsleistung.

Zusammenfassend müsse festgestellt werden, dass die Pflege im Alter an Bedeutung deutlich zunehmen wird. Deshalb müsse auch über die notwendigen Formalien informiert werden, etwa über das Verfahren zur Beantragung des Pflegegeldes. Wichtig sei die Einführung des Pflegegrades null. Gisela Rink appellierte an die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer, die Leistungen der Pflegeversicherung nicht als Gnadenakt zu verstehen, sondern als gesetzlich begründete Leistung, die man aus den Beiträgen zur Pflegeversicherung erworben hat.

In Vertretung von Rudolf Müller bedankte sich seine Stellvertreterin Jutta Mische ganz herzlich für die gründliche Darstellung und die offene Beantwortung der zahlreichen Fragen aus dem Kreis des Publikums. (ek)

 


OAK’ZAPFT IS !

Unter diesem Motto lud die Seniorenvereinigung Püttlingen e.V. (SVP) wieder zu ihrem traditionellen Oktoberfest in die Mehrzweckhalle St. Barbara auf die Ritterstrasse ein. Und viele kamen – die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt – das spricht für die Qualität der Veranstaltung.

Der Titel, der „auf saarländisch“ etwa „es gebbt jetzt was zu dringge“ bedeutet, deckt aber nur einen Teil dieser Veranstaltung ab. Außer Bier vom Fass (oder Wein, Sprudel, Saft usw.) zauberte das Küchenteam eine original bayrische Weißwurschd mit Brezel und süssem Senf – die Augen der Teilnehmer leuchteten!

Zu Beginn begrüßte Bürgermeister a.D. Rudolf MÜLLER die Anwesenden und richtete auch Grußworte an diejenigen, die urlaubs- oder krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnten. Er wies nochmals darauf hin, dass die SVP ihre Veranstaltungen – die grundsätzlich auch Gästen offenstehen – aus eigenen Ressourcen realisiert. Dabei wird gerne übersehen, wievieler hilfreicher Geister es bedarf, eine solche Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen – stellvertretend sei hier das Ehepaar SANDER in Küche und an der Theke erwähnt, natürlich auch das gesamte Küchenteam und das Serviceteam, die sich sehr viel Mühe geben, jederzeit allen Wünschen gerecht zu werden.

Am „Oktoberfest“ fand kein Vortrag statt – der Nachmittag sollte ganz der Unterhaltung (auf saarländisch „Sproochsches“) gewidmet sein – und von der Gelegenheit zum Plausch wurde ausgiebig Gebrauch gemacht.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Helmut SCHMEER und Wolfgang GETREY, die die Stimmung „zum Kochen“ brachten.

Dass der „Nachmittag“ erst am frühen Abend ausklang, spricht dafür, dass es wieder eine gelungene Veranstaltung der SVP war. (ne)

weitere Fotos von Olaf Reeck

 


Die Seniorenvereinigung Püttlingen im Europa-Parlament

International war schon die Zusammensetzung der Gruppe, war doch Giovanni di Stefano, der Bürgermeister der Partnerstadt Fresagrandinaria, samt seiner Familie mit den Püttlinger Senioren nach Straßburg unterwegs. Die Reisezeit ins Elsass wurde genutzt, die Teilnehmer gründlich mit der Funktionsweise des Europäischen Parlaments vertraut zu machen, und das gleich zweisprachig. Gewohnt hektisch verlief der Zutritt zum Parlament, doch hat wohl jeder Verständnis für die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen. Im Plenarsaal ging es um wichtige Themen, stand doch die nächste Sitzung des Europäischen Rates unmittelbar bevor. Dank einer Simultan-Übersetzungsanlage konnten die Gäste die Wortmeldungen verfolgen: Es ging um den Brexit, die Migrationsfrage und die Legitimation der europäischen Institutionen.

Im Anschluss wurden die Püttlinger Senioren vom saarländischen Abgeordneten Jo Leinen (SPD) empfangen. Ganz besonders herzlich begrüßte er die italienischen Gäste; Partnerschaften dieser Art, betonte er, seien gelebtes Europa. Der Abgeordnete berichtete von seiner vielfältigen Arbeit. So sei er gerade aus einer Ausschusssitzung gekommen, die eine Resolution gegen die Menschenrechts-verletzungen der chinesischen Regierung gegenüber Minderheiten vorbereite. Bei einer lebhaften Debatte, die sich anschloss, stellte sich heraus, dass Jo Leinen manche der Gäste persönlich kannte. Es ging natürlich um den Ausstieg Großbritanniens aus der EU, aber auch um die Bedeutung Europas aktuell und in der Zukunft. Gerade die Unberechenbarkeit der amerikanischen Politik müsse Europa enger zusammenschweißen. Und schließlich habe Europa auch besondere Interessen in und an dem Nachbarkontinent Afrika. Rudolf Müller, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung Püttlingen, bedankte sich im eigenen Namen und dem der Mitreisenden sehr herzlich für die Einladung und den spannenden Vormittag.

Selbstverständlich hatten die Gäste noch Zeit zur freien Verfügung, ist doch die Hauptstadt Europas, wie sich Straßburg selbstbewusst nennt, immer einen Besuch wert. Bei einer kleinen Führung durch das Münster konnte man zufällig einem slowakischen Männerchor lauschen, der professionell die Kantate „Tochter Sion“ von Georg Friedrich Händel intonierte – der fast feierliche Abschluss einer gelungenen Fahrt. (ek)

 


Unser Mitglied Olaf Reeck ist 80 geworden!

Im Rahmen einer großartigen Doppelausstellung mit Werken von Hans Hirschmann und Olaf Reeck, die im Kloster „Heilig Kreuz“ zu sehen war, beglückwünschten zahlreiche Gäste unseren Freund und „Hoffotografen“ Olaf zum 80. Geburtstag. Natürlich waren unter den Gratulanten auch viele unserer Mitglieder. Erfreulich, dass sich einmal mehr das bewährte Team der Seniorenvereinigung um die Bewirtung der Gäste kümmerte. (ek)

weitere Fotos von Klaus Petri

 


Rudolf Müller bei der Seniorenvereinigung Püttlingen:
Fresagrandinaria, die Heimat unserer Gastarbeiter

Mitte des vorigen Jahrhunderts kamen die ersten „Frisani“ ins Köllertal; ihre Namen sind noch heute in Püttlingen geläufig. Zwar ist Fresagrandinaria die kleinste im europäischen Städtebündnis, zu dem auch Püttlingen gehört, aber die Gemeinde und ihre Bürger sind in der Partnerschaft überaus aktiv. Die Herzlichkeit und die Gastfreundschaft der Italiener lockt immer wieder Besucher aus den verschwisterten Städten in die Abruzzen. Schmunzelnd erzählt der frühere Bürgermeister, dass der Name „Fresagrandinaria“ auf jeder Quittung eines Discounters in Köllerbach erscheint, ist doch ein Platz in diesem Stadtteil nach der Partnergemeinde benannt.

Heute, so berichtet Rudolf Müller, sei es einfach nach Mittelitalien zu gelangen: knapp zwei Stunden mit dem Flieger, dann noch eineinhalb mit dem Auto. Durch die intensiv landwirtschaftlich genutzte Küstenebene gelangt man in die karge Berglandschaft, die von Dörfchen und Burgen beherrscht wird. Die kleinen Gemeinden kleben förmlich an den Berghängen. Was so malerisch aussieht, lässt leicht das Schicksal des italienischen Binnenlandes vergessen: eine fatale Landflucht, in der Weltwirtschaftskrise nach Argentinien und in die USA, nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland, damals verstärkt durch so nie gekannte Wetterkapriolen: 1954 erfroren die Olivenbäume, zwei Jahre später vernichtete ein Hagelschlag die gesamte Getreideernte.

Rudolf Müller belegte die relative Armut der Fresaner an Zahlenbeispielen. Umso auffallender sei die herzliche Gastlichkeit der Bürger. Die Bindung an Püttlingen wird im Ort deutlich durch eine „Piazza e Arena Püttlingen“, auf der es auch eine Kopie der Püttlinger Sonnenuhr gibt. Eine „Straße der Emigranten“ erinnert an die Söhne und Töchter der Stadt, die ihren Lebensunterhalt im Ausland verdienen mussten. Die lange Geschichte der Stadt, die der Referent schilderte, wird sich wohl auch in Zukunft mit einem deutlichen Bevölkerungsverlust abfinden müssen. Trotzdem bleiben die eindrucksvollen Bilder aus den Gässchen und Treppen den Zuhörern im Gedächtnis.

In diesem Jahr, so Rudolf Müller, sei im Rahmen des Städtebündnisses auch eine große Püttlinger Delegation zu Gast gewesen. Dabei sei auch die Nachbargemeinde Lentella in das Bündnis aufgenommen worden. Bescheiden verschwieg der Referent, dass man ihm dabei die Ehrenbürgerschaft von Fresagrandinaria verliehen hat. (ek)

 


Wer hat was erfunden…

…fragte Norbert Emanuel bei der Seniorenvereinigung Püttlingen und lieferte auch gleich zahlreiche Antworten. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Vorsitzende Rudolf Müller den Referenten und die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer, erinnerte natürlich auch an die gelungene Fahrt ins Frankenland.

„Geistesblitze“ seien es oft gewesen, die die Erfinder gelegentlich selbst überrascht hätten, meinte Norbert Emanuel. Warum sei zum Beispiel niemand auf die Idee einer Blechkiste gekommen, die heute millionenfach als Container auf den Meeren der Welt unterwegs ist. Die Erfindung des Autos sei eigentlich ein Vielfachwerk gewesen; selbst ein Strumpf von Frau Benz sei dabei hilfreich gewesen. Auch das Telefon sei mehrfach „erfunden“ worden, doch die meisten Patente habe sich Graham Bell gesichert. Das Mobiltelefon hingegen lässt sich eindeutig Martin Cooper zuordnen; das Ding wog viele Kilo, kostete tausende Dollar, und der Akku hielt ganze zwanzig Minuten. Perlon wurde zwar in Deutschland erfunden und zuerst militärisch genutzt, aber wichtiger war das amerikanische Nylon: „Nylons“ waren sündhaft teuer und in der Nachkriegszeit ein begehrtes Tauschmittel. Papiertaschentücher gab es schon im späten 19. Jahrhundert, patentiert wurden sie aber erst 1929. Der Teebeutel war eine Zufallsidee: eigentlich wurde er für Geschmacksproben hergestellt. Der Kugelschreiber wurde aus Ärger darüber erfunden, weil frische Tinte häufig schmierte. Manche Produkte machten den Erfinder reich, beispielsweise der unersetzliche Fischerdübel, andere Erfinder starben in Armut.

Der Referent führte eine Vielzahl von Beispielen an, deren Bedeutung uns heute kaum noch bewusst wird, vom Kronenkorken über die Sicherheitsnadel, vom Kaffeefilter bis zum Heftpflaster. Selbst das immer noch beliebte Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ fehlte nicht in der Aufzählung. Alles in allem: eine kurzweilige Veranstaltung bei der Seniorenvereinigung, die Information und Unterhaltung auf geschickte Weise verband. (ek)

 


Viele Kirchen – viel Spaß: Die Seniorenvereinigung Püttlingen im Frankenland

Das war doch sicher die letzte Kirche?“, fragte im Spaß ein Mitreisender. Aber man kann halt nicht ins Frankenland fahren, ohne wenigstens zwei oder drei der großartigen Basiliken von Balthasar Neumann zu besuchen. Nach längerer Pause hatte die Seniorenvereinigung Püttlingen wieder eine Mehrtagesfahrt unternommen, diesmal in die Lande am Main. Bei frühherbstlichem Sonnenwetter hatte die Gruppe zahlreiche Höhepunkte in das Programm aufgenommen, darunter auch historische Elemente. Beim Rundgang durch das bezaubernde Würzburg wurden sich die Reisenden der entsetzlichen und sinnlosen Zerstörungen der Barockstadt kurz vor Ende des II. Weltkrieges bewusst. Am zweiten Tag war es die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, die bei den Reisenden einen bleibenden Eindruck hinterließ: ein lichtdurchflutetes und farbenfrohes Gotteshaus aus dem 18. Jahrhundert. Auf Bitten des Abtes sangen die Senioren das deutsche „Te Deum“.

 

Das beschauliche Coburg – eher selten von Frankenreisenden besucht – war ein weiteres Ziel, ebenso wie das imponierende Kloster Banz. Nur wenig bekannt, aber umso beeindruckender war das Fachwerkdorf Seßlach. Am nächsten Tag zeigte sich die Weltkulturerbe-Stadt Bamberg fast „touristenfrei“: ein Hauch von Venedig, Erinnerungen an Straßburg, aber doch eine besondere Stadt, in der deutsche Geschichte geschrieben wurde. Durch die großartige Landschaft der Fränkischen Schweiz führte die Fahrt nach Goßweinstein, wo eine weitere Barockkirche von Balthasar Neumann besichtigt wurde. Auch auf der Heimfahrt war ein Höhepunkt eingeplant, nämlich das romantische Rothenburg ob der Tauber. Neben den Fachwerkgassen galt ein Besuch dem Heiligblut-Altar in der Stadtpfarrkirche St. Jakob, einem von Tilman Riemenschneider geschnitzten kostbaren Kunstwerk. Es war sicher kein Nachteil, dass die überaus interessierten Reisenden außer den Informationen im Bus ortskundige Reiseleiter zur Verfügung hatten. Dass es bei der Heimfahrt zu regnen begann, tat der guten Stimmung keinen Abbruch, so dass sich Rudolf Müller, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung Püttlingen, herzlich bei den Organisatoren bedanken konnte. (ek)

 


Zu Gast bei der Seniorenvereinigung Püttlingen:
Das Seniorenbüro der Stadt

Nicht immer wird unterschieden, wofür die Senioreneinrichtungen in Püttlingen stehen. Auch deshalb hat die Seniorenvereinigung Püttlingen, eine gemeinnützige private Einrichtung, Mitarbeiter der städtischen Seniorenarbeit eingeladen. Dazu konnte der Vorsitzende Rudolf Müller Margret Schmidt und Ernst Schmitt begrüßen. Ziel der Veranstaltung war es vor allem, das Angebot in der Stadt vorzustellen.

So hatte zunächst die Leiterin des Seniorenbüros der Stadt, Frau Margret Schmidt, die Möglichkeit, ihre Einrichtung vorzustellen. Sie sei aus gutem Grunde im Schlösschen untergebracht, weil es immer noch eine gewisse Schwellenangst gebe. Zwar handele es sich um eine freiwillige Aufgabe, aber sie sei sinnvoll auf der kommunalen Ebene zu verwirklichen. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet sie mit drei Mitarbeiterinnen im Dienste der Stadt: Neben der Leiterin arbeitet Cornelia Thoma im Sekretariat, Frau Elke Haut kümmert sich um Gesundheit und Ehrenamt und Frau Heike Schweers berät in Rentenangelegenheiten. Eine eigene Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Mobilität. Hier wies die Referentin auf die Einrichtung „mobisaar“ hin. Ein breites Beratungsangebot wird gemeinsam mit dem Regionalverband vorgehalten. Eine große Rolle könnte in Zukunft die Seniorensicherheitsberatung spielen. Wanderungen und gemeinsame Sportveranstaltungen werden mit den örtlichen Vereinen umgesetzt. Auch der regelmäßige Kinobesuch in Heusweiler wird gut angenommen.

Ernst Schmitt, Seniorenbeauftragter der Stadt Püttlingen, berichtete gezielt über seine Arbeit. Auch hier spiele der Nahverkehr eine wichtige Rolle. Die Fortführung der Seniorenfastnacht sei gesichert, zehn Ruhebänke seien aufgestellt worden, Ehrungen im Auftrag der Stadt seien vorzunehmen. Überhaupt funktioniere die Zusammenarbeit mit den städtischen Einrichtungen vorbildlich. Dennoch, so schloss Ernst Schmitt, gebe es noch viel zu tun. Er hoffe, seine Tätigkeit noch lange fortzusetzen zu können.