Aktuell


Wir laden ein zu unseren Veranstaltungen:

24.10.:Ernst Schmitt
berichtet über die Arbeit des Seniorenbeirates
07.11.:„Der Mensch im Lebenszyklus –
Porträts von 1 bis 100 Lebensjahren“

Olaf Reeck

 


Traditionelles Oktoberfest auf der Ritterstraße

Nach vielen spannenden Informationsveranstaltungen war es an der Zeit, einen unterhaltsamen Nachmittag zu gestalten. Anlass war das traditionelle Oktoberfest, zu dem der stellvertretende Vorsitzende Ernst Schmitt zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen konnte, viele davon in zünftiger Trachtenkleidung. Das war eine der Grundlagen für einen geselligen Nachmittag. Für das Gelingen trug einmal mehr die musikalische Untermalung mit Helmut Schmeer und Wolfgang Getrey bei, die mit bekannten Melodien aufwarteten. Bei flotten Rhythmen wurde dabei geschunkelt und auch eifrig das Tanzbein geschwungen. Der Stadtverbandsbeigeordnete Manfred Maurer hatte die Aufgabe übernommen, die Mitglieder Alice Schönecker, Werner Abel und Karl-Heinz Fischer für eine lange Vereinszugehörigkeit zu ehren. Bier vom Fass und richtige Weißwürste samt „Brezn“ ließen im Versammlungsraum auf der Ritterstraße eine urige Bierzeltstimmung aufkommen. Recht spät verabschiedeten sich die letzten Gäste von einem schönen Nachmittag bei der Seniorenvereinigung Püttlingen.

weitere Veranstaltungsfotos von Olaf Reeck

 


 

Auch bei der Seniorenvereinigung Püttlingen e.V.:

Liebe geht durch den Magen

Dass die Seniorenvereinigung Püttlingen ein überaus vielseitiges Programm anbietet, in dem Information und Unterhaltung in einem klugen Wechsel geboten werden, hat sich längst herumgesprochen. Nach den Veranstaltungen wird aber auch immer Kulinarisches angeboten. Niemand muss also hungrig nach Hause gehen. Allerdings versteht es sich von selbst, dass keine Reste bleiben dürfen, beileibe keine einfache Aufgabe. Ursel Sander (auf dem Bild die Zweite von rechts) hat die schwierige Aufgabe, für die Einkäufe zu sorgen. Den Service übernimmt dann im Wechsel ein hilfsbereites Team. Auf unserm Bild sind neben Ursel Sander (von links) zu sehen: Ingrid Kinsinger, Gertrud Blaß und Anneliese Weber.

 


Ötzi – ein „alter“ Bekannter

Wieder hatte sich eine stattliche Zuhörerzahl eingefunden, als die Seniorenvereinigung Püttlingen e.V. zu einem spannenden Vortrag eingeladen hatte. Professor Keller, der  in Püttlingen aufgewachsen ist, sprach über die Gletscherleiche Ötzi, an deren Genomentschlüsselung er leitend mitgearbeitet hat.

Der Referent berichtete zunächst über den sensationellen Fund. Über die tatsächliche Bedeutung der Entdeckung war man sich anfangs nicht bewusst. Entsprechend groß war die Überraschung bei den Findern und den beteiligten Wissenschaftlern, als die Radiokarbon-datierung ein Alter von etwa 5.300 Jahren ergeben hat. Zunächst habe man an ein deutlich weniger lang zurückliegendes Verbrechen geglaubt. Nach der Klärung, dass er auf Italienischem Staatsgebiet gelegen hatte, wurde und wird die Eismumie in Bozen aufbewahrt. Keller bedankte sich ausdrücklich bei dem Südtiroler Forschungsinstitut EURAC und Professor Albert Zink, der den saarländischen Forschern das wertvolle Material überlassen, und zur Entschlüsselung des Genoms beigetragen habe.

Nachdem Professor Keller sein eigentliches Arbeitsfeld am Lehrstuhl für Bioinformatik, die Entschlüsselung von Genomen hauptsächlich zur medizinischen Diagnostik, erläutert hatte, zeigte er eindrucksvolle Bilder aus dem “Innenleben“ Ötzis: Röntgenaufnahmen und  Computertomogramme, die schon bemerkenswerte Informationen lieferten, dazu eine dreidimensionale Aufnahme des Skeletts. Allerdings sei die Todesursache nicht ganz klar: einerseits habe es ein Schädeltrauma gegeben, das hätte tödlich sein können, andererseits habe man im Körper auch eine Pfeilspitze gefunden, die mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Tode geführt habe. Es sei auch kein Raubmord gewesen, denn man habe in unmittelbarer Nähe wertvolle Gegenstände, unter anderem ein Kupferbeil, gefunden. Die Entschlüsselung des Genoms wurde mit Hilfe immer größerer Rechner zunehmend leichter möglich, so dass man heute von einer richtigen „Krankengeschichte“ sprechen könne.

Ötzis Erbgut zeigte eine Verwandtschaft mit den heutigen Menschen in Sardinien (!) auf, die auf gemeinsame Vorfahren zurückzuführen sind. Er sei gut genährt gewesen, habe auch kurz vor seinem Tod noch eine Mahlzeit eingenommen. Wie viele heutige Menschen litt er unter Laktoseintoleranz, also einer Nichtverträglichkeit von Milchzucker. Vermutlich wäre Ötzi auch nicht besonders alt geworden, denn man habe auch eine Arterioskelose festgestellt. Mit einem Augenzwinkern stellte Keller fest, dass es sich bei der Arterienverkalkung also nicht um eine reine moderne Zivilisationskrankheit handele.

Er schloss mit dem Hinweis, dass man bei einer Reise nach Südtirol unbedingt das Archäologiemuseum in Bozen besuchen solle, wo die Eismumie mit unwahrscheinlich großem Aufwand konserviert werde.

Rudolf Müller, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung Püttlingen, konnte sich im Namen der vielen aufmerksamen Zuhörer für den großartigen Vortrag bedanken. Er überreichte Professor Keller Olaf Reecks wunderschönen Bildband über Püttlingen, der ihn an Kindheit und Jugend im Köllertal erinnern sollte. Der Nachmittag bei der Seniorenvereinigung war einmal mehr ein besonderes kulturelles Ereignis.

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„Püttlinger Lebensbilder“ – die Seniorenvereinigung Püttlingen digital

Dass die Seniorenvereinigung Püttlingen auch digital unterwegs ist, wird manchen überraschen. Neben den unterhaltsamen und informativen Veranstaltungen jeweils am Dienstag Nachmittag unterhält der Verein auch eine ansprechend gestaltete Homepage, die über die vielfältigen Aktivitäten unterrichtet. Eine Option dabei sind die „Püttlinger Lebensbilder“, die in drei Abteilungen ein digitales Buchprojekt enthält; es sind – nach den Worten des Vorsitzenden Rudolf Müller – vor allem die Bürgerinnen und Bürger einer Stadt, die die  Struktur und das Erscheinungsbild, das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben prägen.

Ein Arbeitskreis, der aus Mitgliedern der SVP und interessierten und befähigten Mitbürgerinnen und Mitbürgern vom Vorstand der SVP ins Leben gerufen wurde, bildet die „Werkstatt“ zur Erarbeitung und Veröffentlichung der Lebensbilder. Die Lebensbilder sind in drei Kategorien eingeteilt:

– Püttlinger Bürgerinnen/Bürger
– Püttlinger Berufsgruppen (z.B. Bergleute, Vereine)
– Püttlinger Straßennamen und ihre Bedeutung

Ein weiteres Kapitel ist nun fertiggestellt. Norbert Emanuel hat alle Straßennamen mit Personennamen zusammengetragen und kurze Lebensbilder dazu geschrieben. Besonders eindrucksvoll werden dabei die Personen vorgestellt, die einen direkten Bezug zu Püttlingen haben. Nur noch die älteren Köllerbacher Bürger wissen zum Beispiel, dass Baptist Himbert seit 1946 Bürgermeister ihrer Gemeinde war. Dass
Dr. Plaßmann vor mehr als hundert Jahren eine „Turner-Solidaritäts-Kolonne“ ins Leben rief, die später zu einer Sektion des Roten Kreuzes wurde, ist sicher ganz aus dem öffentlichen Gedächtnis verschwunden.

Mit der Übersicht über Persönlichkeiten als Namensgeber für Straßen und Verkehrsflächen in der Stadt Püttlingen füllt die Seniorenvereinigung Püttlingen eine Lücke, zeigt dabei aber auch die Vielseitigkeit ihres Engagements. Alle Informationen können hier abgerufen werden.

 


Die Seniorenvereinigung Püttlingen unterwegs entlang der Saar und der Mosel mit weinfrohem Abschluss

Auf der Tagesfahrt der Seniorenvereinigung am 19. September gab es für die 56 Teilnehmer zuerst eine Überraschung. Anstelle des Besuchs im Garten der Sinne in Merzig hatte der Vorstand wegen der Witterungsverhältnisse eine Faszination in tropischem Klima im Angebot: den Schmetterlingsgarten in Grevenmacher. Hier sind in einem Garten in geschlossenem Raum viele kleine und große exotische Schmetterlinge, Wachteln und viele Insektenarten zu bewundern. Die Improvisation kam ausgesprochen gut an.

Die weitere Fahrt führte nach Longuich, wo Ursula, Günter und die Helferinnen im Küchenteam mit einem zünftigen Bergmannsfrühstück aufwarteten. Ein Glück, dass das Wetter mitspielte!

Durch die Eifel und das Höllental führte die Reise nach Alf und alsdann entlang der Mosel nach Traben-Trarbach, wo eine Kaffeepause eingelegt wurde. Als Abschlusspunkt hatte die Gruppe Zeltingen-Rachtig im Programm. Hier verbrachte man den traditionellen weinfrohen Nachmittag in einem Weingut. Gerhard Utter spielte während einer erlesenen Weinprobe auf seinem Akkordeon flotte Rhythmen und bekannte Lieder zum Mitsingen. Für die Seniorenvereinigung war es mal wieder eine erlebnisreiche und frohe Fahrt.

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