Aktuell

 

Liebe Seniorinnen und Senioren in Püttlingen!

Die Seniorenvereinigung Püttlingen ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit seinem Programm und Angeboten an alle Püttlinger Seniorinnen und Senioren richtet. Wer sich informieren will, ist als Gast bei den Veranstaltungen in der Begegnungsstätte herzlich willkommen. Sie können auch gerne mit mir oder einem der weiteren Mitglieder des Vorstandes Kontakt aufnehmen. Wir laden Sie zur Mitgliedschaft und Mitarbeit herzlich ein!

Ihr
Rudolf Müller, Vorsitzender

 

Unsere nächsten Veranstaltungen:

23.10.:Was leisten die Sozialstationen?
Gisela Rink, Vorsitzende des Caritasvervandes Saarbrücken und Umgebung
30.10.:Melodien und Schlager aus der Jugendzeit
Rentner-Quintett unter der Leitung von Walter Becker

 

 


Die Seniorenvereinigung Püttlingen im Europa-Parlament

International war schon die Zusammensetzung der Gruppe, war doch Giovanni di Stefano, der Bürgermeister der Partnerstadt Fresagrandinaria, samt seiner Familie mit den Püttlinger Senioren nach Straßburg unterwegs. Die Reisezeit ins Elsass wurde genutzt, die Teilnehmer gründlich mit der Funktionsweise des Europäischen Parlaments vertraut zu machen, und das gleich zweisprachig. Gewohnt hektisch verlief der Zutritt zum Parlament, doch hat wohl jeder Verständnis für die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen. Im Plenarsaal ging es um wichtige Themen, stand doch die nächste Sitzung des Europäischen Rates unmittelbar bevor. Dank einer Simultan-Übersetzungsanlage konnten die Gäste die Wortmeldungen verfolgen: Es ging um den Brexit, die Migrationsfrage und die Legitimation der europäischen Institutionen.

Im Anschluss wurden die Püttlinger Senioren vom saarländischen Abgeordneten Jo Leinen (SPD) empfangen. Ganz besonders herzlich begrüßte er die italienischen Gäste; Partnerschaften dieser Art, betonte er, seien gelebtes Europa. Der Abgeordnete berichtete von seiner vielfältigen Arbeit. So sei er gerade aus einer Ausschusssitzung gekommen, die eine Resolution gegen die Menschenrechts-verletzungen der chinesischen Regierung gegenüber Minderheiten vorbereite. Bei einer lebhaften Debatte, die sich anschloss, stellte sich heraus, dass Jo Leinen manche der Gäste persönlich kannte. Es ging natürlich um den Ausstieg Großbritanniens aus der EU, aber auch um die Bedeutung Europas aktuell und in der Zukunft. Gerade die Unberechenbarkeit der amerikanischen Politik müsse Europa enger zusammenschweißen. Und schließlich habe Europa auch besondere Interessen in und an dem Nachbarkontinent Afrika. Rudolf Müller, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung Püttlingen, bedankte sich im eigenen Namen und dem der Mitreisenden sehr herzlich für die Einladung und den spannenden Vormittag.

Selbstverständlich hatten die Gäste noch Zeit zur freien Verfügung, ist doch die Hauptstadt Europas, wie sich Straßburg selbstbewusst nennt, immer einen Besuch wert. Bei einer kleinen Führung durch das Münster konnte man zufällig einem slowakischen Männerchor lauschen, der professionell die Kantate „Tochter Sion“ von Georg Friedrich Händel intonierte – der fast feierliche Abschluss einer gelungenen Fahrt. (ek)

 


Unser Mitglied Olaf Reeck ist 80 geworden!

Im Rahmen einer großartigen Doppelausstellung mit Werken von Hans Hirschmann und Olaf Reeck, die im Kloster „Heilig Kreuz“ zu sehen war, beglückwünschten zahlreiche Gäste unseren Freund und „Hoffotografen“ Olaf zum 80. Geburtstag. Natürlich waren unter den Gratulanten auch viele unserer Mitglieder. Erfreulich, dass sich einmal mehr das bewährte Team der Seniorenvereinigung um die Bewirtung der Gäste kümmerte. (ek)

weitere Fotos von Klaus Petri

 


Rudolf Müller bei der Seniorenvereinigung Püttlingen:
Fresagrandinaria, die Heimat unserer Gastarbeiter

Mitte des vorigen Jahrhunderts kamen die ersten „Frisani“ ins Köllertal; ihre Namen sind noch heute in Püttlingen geläufig. Zwar ist Fresagrandinaria die kleinste im europäischen Städtebündnis, zu dem auch Püttlingen gehört, aber die Gemeinde und ihre Bürger sind in der Partnerschaft überaus aktiv. Die Herzlichkeit und die Gastfreundschaft der Italiener lockt immer wieder Besucher aus den verschwisterten Städten in die Abruzzen. Schmunzelnd erzählt der frühere Bürgermeister, dass der Name „Fresagrandinaria“ auf jeder Quittung eines Discounters in Köllerbach erscheint, ist doch ein Platz in diesem Stadtteil nach der Partnergemeinde benannt.

Heute, so berichtet Rudolf Müller, sei es einfach nach Mittelitalien zu gelangen: knapp zwei Stunden mit dem Flieger, dann noch eineinhalb mit dem Auto. Durch die intensiv landwirtschaftlich genutzte Küstenebene gelangt man in die karge Berglandschaft, die von Dörfchen und Burgen beherrscht wird. Die kleinen Gemeinden kleben förmlich an den Berghängen. Was so malerisch aussieht, lässt leicht das Schicksal des italienischen Binnenlandes vergessen: eine fatale Landflucht, in der Weltwirtschaftskrise nach Argentinien und in die USA, nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland, damals verstärkt durch so nie gekannte Wetterkapriolen: 1954 erfroren die Olivenbäume, zwei Jahre später vernichtete ein Hagelschlag die gesamte Getreideernte.

Rudolf Müller belegte die relative Armut der Fresaner an Zahlenbeispielen. Umso auffallender sei die herzliche Gastlichkeit der Bürger. Die Bindung an Püttlingen wird im Ort deutlich durch eine „Piazza e Arena Püttlingen“, auf der es auch eine Kopie der Püttlinger Sonnenuhr gibt. Eine „Straße der Emigranten“ erinnert an die Söhne und Töchter der Stadt, die ihren Lebensunterhalt im Ausland verdienen mussten. Die lange Geschichte der Stadt, die der Referent schilderte, wird sich wohl auch in Zukunft mit einem deutlichen Bevölkerungsverlust abfinden müssen. Trotzdem bleiben die eindrucksvollen Bilder aus den Gässchen und Treppen den Zuhörern im Gedächtnis.

In diesem Jahr, so Rudolf Müller, sei im Rahmen des Städtebündnisses auch eine große Püttlinger Delegation zu Gast gewesen. Dabei sei auch die Nachbargemeinde Lentella in das Bündnis aufgenommen worden. Bescheiden verschwieg der Referent, dass man ihm dabei die Ehrenbürgerschaft von Fresagrandinaria verliehen hat. (ek)

 


Wer hat was erfunden…

…fragte Norbert Emanuel bei der Seniorenvereinigung Püttlingen und lieferte auch gleich zahlreiche Antworten. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Vorsitzende Rudolf Müller den Referenten und die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer, erinnerte natürlich auch an die gelungene Fahrt ins Frankenland.

„Geistesblitze“ seien es oft gewesen, die die Erfinder gelegentlich selbst überrascht hätten, meinte Norbert Emanuel. Warum sei zum Beispiel niemand auf die Idee einer Blechkiste gekommen, die heute millionenfach als Container auf den Meeren der Welt unterwegs ist. Die Erfindung des Autos sei eigentlich ein Vielfachwerk gewesen; selbst ein Strumpf von Frau Benz sei dabei hilfreich gewesen. Auch das Telefon sei mehrfach „erfunden“ worden, doch die meisten Patente habe sich Graham Bell gesichert. Das Mobiltelefon hingegen lässt sich eindeutig Martin Cooper zuordnen; das Ding wog viele Kilo, kostete tausende Dollar, und der Akku hielt ganze zwanzig Minuten. Perlon wurde zwar in Deutschland erfunden und zuerst militärisch genutzt, aber wichtiger war das amerikanische Nylon: „Nylons“ waren sündhaft teuer und in der Nachkriegszeit ein begehrtes Tauschmittel. Papiertaschentücher gab es schon im späten 19. Jahrhundert, patentiert wurden sie aber erst 1929. Der Teebeutel war eine Zufallsidee: eigentlich wurde er für Geschmacksproben hergestellt. Der Kugelschreiber wurde aus Ärger darüber erfunden, weil frische Tinte häufig schmierte. Manche Produkte machten den Erfinder reich, beispielsweise der unersetzliche Fischerdübel, andere Erfinder starben in Armut.

Der Referent führte eine Vielzahl von Beispielen an, deren Bedeutung uns heute kaum noch bewusst wird, vom Kronenkorken über die Sicherheitsnadel, vom Kaffeefilter bis zum Heftpflaster. Selbst das immer noch beliebte Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ fehlte nicht in der Aufzählung. Alles in allem: eine kurzweilige Veranstaltung bei der Seniorenvereinigung, die Information und Unterhaltung auf geschickte Weise verband. (ek)

 


Viele Kirchen – viel Spaß: Die Seniorenvereinigung Püttlingen im Frankenland

Das war doch sicher die letzte Kirche?“, fragte im Spaß ein Mitreisender. Aber man kann halt nicht ins Frankenland fahren, ohne wenigstens zwei oder drei der großartigen Basiliken von Balthasar Neumann zu besuchen. Nach längerer Pause hatte die Seniorenvereinigung Püttlingen wieder eine Mehrtagesfahrt unternommen, diesmal in die Lande am Main. Bei frühherbstlichem Sonnenwetter hatte die Gruppe zahlreiche Höhepunkte in das Programm aufgenommen, darunter auch historische Elemente. Beim Rundgang durch das bezaubernde Würzburg wurden sich die Reisenden der entsetzlichen und sinnlosen Zerstörungen der Barockstadt kurz vor Ende des II. Weltkrieges bewusst. Am zweiten Tag war es die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, die bei den Reisenden einen bleibenden Eindruck hinterließ: ein lichtdurchflutetes und farbenfrohes Gotteshaus aus dem 18. Jahrhundert. Auf Bitten des Abtes sangen die Senioren das deutsche „Te Deum“.

 

Das beschauliche Coburg – eher selten von Frankenreisenden besucht – war ein weiteres Ziel, ebenso wie das imponierende Kloster Banz. Nur wenig bekannt, aber umso beeindruckender war das Fachwerkdorf Seßlach. Am nächsten Tag zeigte sich die Weltkulturerbe-Stadt Bamberg fast „touristenfrei“: ein Hauch von Venedig, Erinnerungen an Straßburg, aber doch eine besondere Stadt, in der deutsche Geschichte geschrieben wurde. Durch die großartige Landschaft der Fränkischen Schweiz führte die Fahrt nach Goßweinstein, wo eine weitere Barockkirche von Balthasar Neumann besichtigt wurde. Auch auf der Heimfahrt war ein Höhepunkt eingeplant, nämlich das romantische Rothenburg ob der Tauber. Neben den Fachwerkgassen galt ein Besuch dem Heiligblut-Altar in der Stadtpfarrkirche St. Jakob, einem von Tilman Riemenschneider geschnitzten kostbaren Kunstwerk. Es war sicher kein Nachteil, dass die überaus interessierten Reisenden außer den Informationen im Bus ortskundige Reiseleiter zur Verfügung hatten. Dass es bei der Heimfahrt zu regnen begann, tat der guten Stimmung keinen Abbruch, so dass sich Rudolf Müller, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung Püttlingen, herzlich bei den Organisatoren bedanken konnte. (ek)

 


Zu Gast bei der Seniorenvereinigung Püttlingen:
Das Seniorenbüro der Stadt

Nicht immer wird unterschieden, wofür die Senioreneinrichtungen in Püttlingen stehen. Auch deshalb hat die Seniorenvereinigung Püttlingen, eine gemeinnützige private Einrichtung, Mitarbeiter der städtischen Seniorenarbeit eingeladen. Dazu konnte der Vorsitzende Rudolf Müller Margret Schmidt und Ernst Schmitt begrüßen. Ziel der Veranstaltung war es vor allem, das Angebot in der Stadt vorzustellen.

So hatte zunächst die Leiterin des Seniorenbüros der Stadt, Frau Margret Schmidt, die Möglichkeit, ihre Einrichtung vorzustellen. Sie sei aus gutem Grunde im Schlösschen untergebracht, weil es immer noch eine gewisse Schwellenangst gebe. Zwar handele es sich um eine freiwillige Aufgabe, aber sie sei sinnvoll auf der kommunalen Ebene zu verwirklichen. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet sie mit drei Mitarbeiterinnen im Dienste der Stadt: Neben der Leiterin arbeitet Cornelia Thoma im Sekretariat, Frau Elke Haut kümmert sich um Gesundheit und Ehrenamt und Frau Heike Schweers berät in Rentenangelegenheiten. Eine eigene Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Mobilität. Hier wies die Referentin auf die Einrichtung „mobisaar“ hin. Ein breites Beratungsangebot wird gemeinsam mit dem Regionalverband vorgehalten. Eine große Rolle könnte in Zukunft die Seniorensicherheitsberatung spielen. Wanderungen und gemeinsame Sportveranstaltungen werden mit den örtlichen Vereinen umgesetzt. Auch der regelmäßige Kinobesuch in Heusweiler wird gut angenommen.

Ernst Schmitt, Seniorenbeauftragter der Stadt Püttlingen, berichtete gezielt über seine Arbeit. Auch hier spiele der Nahverkehr eine wichtige Rolle. Die Fortführung der Seniorenfastnacht sei gesichert, zehn Ruhebänke seien aufgestellt worden, Ehrungen im Auftrag der Stadt seien vorzunehmen. Überhaupt funktioniere die Zusammenarbeit mit den städtischen Einrichtungen vorbildlich. Dennoch, so schloss Ernst Schmitt, gebe es noch viel zu tun. Er hoffe, seine Tätigkeit noch lange fortzusetzen zu können.

 

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