Aktuell

 

Liebe Seniorinnen und Senioren in Püttlingen!

Die Seniorenvereinigung Püttlingen ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit seinem Programm und Angeboten an alle Püttlinger Seniorinnen und Senioren richtet. Wer sich informieren will, ist als Gast bei den Veranstaltungen in der Begegnungsstätte herzlich willkommen. Sie können auch gerne mit mir oder einem der weiteren Mitglieder des Vorstandes Kontakt aufnehmen. Wir laden Sie zur Mitgliedschaft und Mitarbeit herzlich ein!

Ihr
Rudolf Müller, Vorsitzender

 

Unsere nächsten Veranstaltungen:

18.09.:Fresagrandinaria - Heimatgemeinde der Püttlinger "Fresani"
Rudolf Müller
25.09.:Gerhard Utter am Akkordeon spielt Herbstlieder

 

 


Wer hat was erfunden…

…fragte Norbert Emanuel bei der Seniorenvereinigung Püttlingen und lieferte auch gleich zahlreiche Antworten. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Vorsitzende Rudolf Müller den Referenten und die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer, erinnerte natürlich auch an die gelungene Fahrt ins Frankenland.

„Geistesblitze“ seien es oft gewesen, die die Erfinder gelegentlich selbst überrascht hätten, meinte Norbert Emanuel. Warum sei zum Beispiel niemand auf die Idee einer Blechkiste gekommen, die heute millionenfach als Container auf den Meeren der Welt unterwegs ist. Die Erfindung des Autos sei eigentlich ein Vielfachwerk gewesen; selbst ein Strumpf von Frau Benz sei dabei hilfreich gewesen. Auch das Telefon sei mehrfach „erfunden“ worden, doch die meisten Patente habe sich Graham Bell gesichert. Das Mobiltelefon hingegen lässt sich eindeutig Martin Cooper zuordnen; das Ding wog viele Kilo, kostete tausende Dollar, und der Akku hielt ganze zwanzig Minuten. Perlon wurde zwar in Deutschland erfunden und zuerst militärisch genutzt, aber wichtiger war das amerikanische Nylon: „Nylons“ waren sündhaft teuer und in der Nachkriegszeit ein begehrtes Tauschmittel. Papiertaschentücher gab es schon im späten 19. Jahrhundert, patentiert wurden sie aber erst 1929. Der Teebeutel war eine Zufallsidee: eigentlich wurde er für Geschmacksproben hergestellt. Der Kugelschreiber wurde aus Ärger darüber erfunden, weil frische Tinte häufig schmierte. Manche Produkte machten den Erfinder reich, beispielsweise der unersetzliche Fischerdübel, andere Erfinder starben in Armut.

Der Referent führte eine Vielzahl von Beispielen an, deren Bedeutung uns heute kaum noch bewusst wird, vom Kronenkorken über die Sicherheitsnadel, vom Kaffeefilter bis zum Heftpflaster. Selbst das immer noch beliebte Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ fehlte nicht in der Aufzählung. Alles in allem: eine kurzweilige Veranstaltung bei der Seniorenvereinigung, die Information und Unterhaltung auf geschickte Weise verband. (ek)

 


Viele Kirchen – viel Spaß: Die Seniorenvereinigung Püttlingen im Frankenland

Das war doch sicher die letzte Kirche?“, fragte im Spaß ein Mitreisender. Aber man kann halt nicht ins Frankenland fahren, ohne wenigstens zwei oder drei der großartigen Basiliken von Balthasar Neumann zu besuchen. Nach längerer Pause hatte die Seniorenvereinigung Püttlingen wieder eine Mehrtagesfahrt unternommen, diesmal in die Lande am Main. Bei frühherbstlichem Sonnenwetter hatte die Gruppe zahlreiche Höhepunkte in das Programm aufgenommen, darunter auch historische Elemente. Beim Rundgang durch das bezaubernde Würzburg wurden sich die Reisenden der entsetzlichen und sinnlosen Zerstörungen der Barockstadt kurz vor Ende des II. Weltkrieges bewusst. Am zweiten Tag war es die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, die bei den Reisenden einen bleibenden Eindruck hinterließ: ein lichtdurchflutetes und farbenfrohes Gotteshaus aus dem 18. Jahrhundert. Auf Bitten des Abtes sangen die Senioren das deutsche „Te Deum“.

 

Das beschauliche Coburg – eher selten von Frankenreisenden besucht – war ein weiteres Ziel, ebenso wie das imponierende Kloster Banz. Nur wenig bekannt, aber umso beeindruckender war das Fachwerkdorf Seßlach. Am nächsten Tag zeigte sich die Weltkulturerbe-Stadt Bamberg fast „touristenfrei“: ein Hauch von Venedig, Erinnerungen an Straßburg, aber doch eine besondere Stadt, in der deutsche Geschichte geschrieben wurde. Durch die großartige Landschaft der Fränkischen Schweiz führte die Fahrt nach Goßweinstein, wo eine weitere Barockkirche von Balthasar Neumann besichtigt wurde. Auch auf der Heimfahrt war ein Höhepunkt eingeplant, nämlich das romantische Rothenburg ob der Tauber. Neben den Fachwerkgassen galt ein Besuch dem Heiligblut-Altar in der Stadtpfarrkirche St. Jakob, einem von Tilman Riemenschneider geschnitzten kostbaren Kunstwerk. Es war sicher kein Nachteil, dass die überaus interessierten Reisenden außer den Informationen im Bus ortskundige Reiseleiter zur Verfügung hatten. Dass es bei der Heimfahrt zu regnen begann, tat der guten Stimmung keinen Abbruch, so dass sich Rudolf Müller, der Vorsitzende der Seniorenvereinigung Püttlingen, herzlich bei den Organisatoren bedanken konnte. (ek)

 


Zu Gast bei der Seniorenvereinigung Püttlingen:
Das Seniorenbüro der Stadt

Nicht immer wird unterschieden, wofür die Senioreneinrichtungen in Püttlingen stehen. Auch deshalb hat die Seniorenvereinigung Püttlingen, eine gemeinnützige private Einrichtung, Mitarbeiter der städtischen Seniorenarbeit eingeladen. Dazu konnte der Vorsitzende Rudolf Müller Margret Schmidt und Ernst Schmitt begrüßen. Ziel der Veranstaltung war es vor allem, das Angebot in der Stadt vorzustellen.

So hatte zunächst die Leiterin des Seniorenbüros der Stadt, Frau Margret Schmidt, die Möglichkeit, ihre Einrichtung vorzustellen. Sie sei aus gutem Grunde im Schlösschen untergebracht, weil es immer noch eine gewisse Schwellenangst gebe. Zwar handele es sich um eine freiwillige Aufgabe, aber sie sei sinnvoll auf der kommunalen Ebene zu verwirklichen. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet sie mit drei Mitarbeiterinnen im Dienste der Stadt: Neben der Leiterin arbeitet Cornelia Thoma im Sekretariat, Frau Elke Haut kümmert sich um Gesundheit und Ehrenamt und Frau Heike Schweers berät in Rentenangelegenheiten. Eine eigene Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Mobilität. Hier wies die Referentin auf die Einrichtung „mobisaar“ hin. Ein breites Beratungsangebot wird gemeinsam mit dem Regionalverband vorgehalten. Eine große Rolle könnte in Zukunft die Seniorensicherheitsberatung spielen. Wanderungen und gemeinsame Sportveranstaltungen werden mit den örtlichen Vereinen umgesetzt. Auch der regelmäßige Kinobesuch in Heusweiler wird gut angenommen.

Ernst Schmitt, Seniorenbeauftragter der Stadt Püttlingen, berichtete gezielt über seine Arbeit. Auch hier spiele der Nahverkehr eine wichtige Rolle. Die Fortführung der Seniorenfastnacht sei gesichert, zehn Ruhebänke seien aufgestellt worden, Ehrungen im Auftrag der Stadt seien vorzunehmen. Überhaupt funktioniere die Zusammenarbeit mit den städtischen Einrichtungen vorbildlich. Dennoch, so schloss Ernst Schmitt, gebe es noch viel zu tun. Er hoffe, seine Tätigkeit noch lange fortzusetzen zu können.

 


Püttlinger Kommunalpolitik“ – Edmund Altmeyer steht Rede und Antwort

Gleich zu Anfang würdigte Edmund Altmeyer, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und Bürgermeisterkandidat der CDU, das Sommerfest der Seniorenvereinigung, an dem er teilgenommen hatte, als wirklich gelungene Veranstaltung und bezog anschließend Stellung zu einer Vielzahl kommunalpolitischer Themen. Angesprochen auf das Mehrgenerationenhaus verwies er auf laufende Verhandlungen zum Ankauf des Hauses „Kühnen“ in der Pickardstraße und des Pfarrheimes St. Sebastian. Nach seinen Vorstellungen sollte die Stadt Püttlingen außerdem die Nutzung des ehemaligen Schwesternhauses im Stadtteil Köllerbach durch Vereine anstreben. Hingegen seien die Umbaupläne der Verwaltung zur Erweiterung des Sitzungssaales im Rathaus verworfen worden. Aus dem Kreis der Seniorenvereinigung wurde kritisch angemerkt, dass die Öffentlichkeit weder durch Informationen der Stadt noch durch die Parteien über die Ziele, Planungskonzeptionen und Kostenrahmen, die der angestrebten Nutzung des Hauses Kühnen und des Pfarrheimes zugrunde liegen, informiert worden sei.

Püttlingen, so findet Edmund Altmeyer, sei eine schöne Stadt mit funktionierender Infrastruktur. Es müsse darum gehen, Baulücken zu schließen, die Altbausubstanz zu nutzen und Baugebiete für Neubürger zu erschließen. In Saarbrücken werde das neue Helmholtz-Zentrum für IT-Sicherheit eingerichtet. 500 Wissenschaftler aus ganz Europa samt ihren Familien suchten eine Bleibe; das werde auch für Nachfrage in Püttlingen sorgen. Baumöglichkeiten sollen in Schlehbach III geschaffen werden. In der Vergangenheit sei versäumt worden, Vorkaufsrechte zu nutzen. Im Bereich der Kinderbetreuungseinrichtungen äußerte sich der Referent positiv darüber, dass die Beiträge in der Stadt nicht erhöht worden seien. Er persönlich empfinde Sympathie für die Berliner Lösung: grundsätzlich beitragsfreie Krippen und Kindergärten.

Auch im Trimmtreff seien die Eintrittspreise seit Jahren stabil. Jetzt sei beschlossen, einen Kassenautomaten zur Kostenreduzierung einzusetzen. Er wünsche sich Investitionen im Bad zur weiteren Attraktivitätssteigerung.

Auf die Frage zur interkommunalen Zusammenarbeit erläuterte Edmund Altmeyer , dass mit den Nachbarkommunen bereits auf vielen Feldern kooperiert werde. Abstimmungen mit Nachbarn verliefen aber auch zum Teil konfliktträchtig, wie sich insbesondere im Bereich des Öffentlichen Nahverkehrs zeige. Aus der Versammlung war nämlich beklagt worden, dass für Püttlingen die Angebote im Öffentlichen Nahverkehr nach Saarbrücken unzulänglich seien.

Die lebhaft geführte Diskussionsrunde übertraf die vorgesehene Zeitspanne deutlich, und so konnte der Vorsitzende Rudolf Müller zu Recht seine Anerkennung für die Vielzahl der diskutierten Themen aussprechen. Das Beispiel dieses Nachmittags zeige, dass die Bürgerinnen und Bürger über wichtige kommunale Themen nur unzureichend informiert sind und der Kommunalpolitik vielfach distanziert gegenüberstehen. Um so wichtiger sei für die Seniorenvereinigung der heutige Beitrag von Edmund Altmeyer. Ihm wünsche er Weitblick bei seinen Entwicklungszielen für die Stadt Püttlingen und das Gespür und die Einsatzbereitschaft für die anstehenden Alltagsaufgaben und die Belange und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger.

 


Das „Rentnerquintett“ beim Sommerfest der Seniorenvereinigung Püttlingen

Ein besonderer Höhepunkt beim gelungenen Sommerfest der Seniorenvereinigung Püttlingen war der Auftritt des „Rentnerquintetts“. Unter Leitung von Walter Becker trugen die fünf Senioren vierstimmige Sätze vor, darunter alte Schlager von Freddy Quinn und Caterina Valente. Großen Beifall erhielt das Quintett für die Vorträge „Moskau“ und „Dschingis Khan“. Am 30. Oktober wird die Gruppe das gesamte Nachmittagsprogramm der Seniorenvereinigung Püttlingen gestalten, ein Ereignis, auf das man sich heute schon freuen kann.

Unser Bild zeigt von links nach rechts Waldemar Peter, Günter Sander, Walter Becker, Rudi Schirra und Manfred Braun. (ek)

 


Halbjahresprogramm der Seniorenvereinigung Püttlingen wird vorgestellt

Mitten in den Sommerferien liegt bereits das Programm der Seniorenvereinigung Püttlingen vor, einmal mehr vielseitig und anspruchsvoll. Pastor Hans-Georg Müller eröffnet am 7. August das Semester mit einem gerade besonders aktuellen Vortrag: Die USA – von der Kolonie zur Supermacht. Gerade weil der Referent lange als Militärseelsorger in Nordamerika gelebt hat, verspricht die Veranstaltung Information und Unterhaltung zugleich. Am 14. August steht Bürgermeisterkandidat Edmund Altmeyer Rede und Antwort. Eine Woche später besucht die SVP im Weltkulturerbe die Ausstellung „Queen Elizabeth II“. Im letzten Augusttermin berichten Margret und Ernst Schmitt über das Angebot des Seniorenbüros.

Im September fahren die Senioren vier Tage ins Frankenland. Dabei werden Würzburg, Bamberg, Coburg, das Kloster Vierzehnheiligen und Rothenburg ob der Tauber besucht. Norbert Emanuel klärt auf „Wer hat was erfunden?“, bevor Rudolf Müller über die Partnerstadt Fresagrandinaria in den Abruzzen berichtet. Der September klingt aus mit Herbstliedern, begleitet von Gerhard Utter.

Im Oktober sind die Senioren wieder unterwegs: Der Europa-Abgeordnete Jo Leinen hat nach Straßburg eingeladen. Am 16. Oktober wird das traditionelle Oktoberfest stattfinden. Gisela Rink, Vorsitzende des Caritasverbandes Saarbrücken, würdigt die Leistungen der Sozialstationen. Der Oktober schließt mit „Melodien und Schlagern aus der Jugend“, vorgetragen vom Rentnerquintett unter Leitung von Walter Becker.

Der November beginnt mit einem Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen der Seniorenvereinigung, zelebriert von Pastor Hans-Georg Müller. Eher heiter geht es zu bei „Anekdoten aus der deutschen Literatur“. Für den historischen Beitrag ist Michael Müller zuständig. Er spricht über „Die Lage der Zwangsarbeiter in Püttlingen während des II. Weltkrieges.“ Erich Keller berichtet über die eindrucksvollen Tempel von Angkor in Kambodscha, die erst seit relativ kurzer Zeit für Touristen zugänglich sind.

Der Dezember beginnt mit einem Nikolausabend, mitgestaltet von Gerhard Utter am Akkordeon. Olaf Reeck lässt das Jahr in Bildern vorbeiziehen. Den Jahresabschluss bildet die Adventsfeier mit einer Ansprache von Pastor Hans-Georg Müller, musikalisch umrahmt vom Zitherverein Püttlingen und dem Dreigesang. Gäste, so betont der Vorsitzende Rudolf Müller ausdrücklich, sind immer willkommen. Treffpunkt ist jeweils dienstags um 17:00 Uhr im Mehrzweckraum der St. Barbara-Schule auf der Ritterstraße. (ek)

 


Sommerfest bei der SVP

Viele Mitglieder und Freunde der Seniorenvereinigung Püttlingen feierten in der Sellerbacher Humes ihr fast schon obligatorisches Sommerfest. Olaf Reeck war mit der Kamera dabei und hat eine Bilderserie erstellt.

 

 

 


Olaf Reeck bei der Seniorenvereinigung Püttlingen:  Jahresbericht in Bildern

Allmählich geht bei der Seniorenvereinigung Püttlingen ein Halbjahr mit zahlreichen und vielseitigen Aktivitäten zu Ende, für den Verein der Anlass, zu einem Halbjahresrückblick in Bildern einzuladen. Höhepunkt war sicher die Vorstellung des Bandes „Lesebuch des Lebens“ von Olaf Reeck und Georg Fox in der Stadthalle. Ein weiterer großartiger Beitrag zum Jubiläum war das Referat des früheren Bürgermeisters Rudolf Müller über „50 Jahre  Stadt Püttlingen“.

Mehr zufällig waren mit Edmund Altmeyer und Denise Klein zwei Bewerber für das Bürgermeisteramt eingeladen, Beleg dafür, wie aktuell die Programmplaner der SVP sind. Manuel Andrack (heitere Wandererlebnisse aus seinen Büchern), Norbert Emanuel („Unser scheeni Sproch“) und Pastor Hans-Georg Müller („Über den Wein in der Bibel“) boten anspruchsvolle Unterhaltung, Lichtbildvorträge rundeten das Angebot ab. Über eine spannende Arbeitswelt sprach Andreas Herget, als er einen Einblick in die Messtechnik im Fahrzeugbau gab. Literarisch und unterhaltsam zugleich war Erich Kellers Beitrag „Morgen-Natz und Ringel-Stern“, heitere Texte aus deutschen Gedichtbänden. Der Landesseniorenbeauftragte Gerhard Ballas sprach über die „Herausforderungen des demographischen Wandels in Püttlingen“ und Michael Müller beantwortete die Frage, ob früher alles besser war. Ein tolles Erlebnis war die Fahrt nach Rodemack, Sierck und Perl-Borg. Hinzu kamen Singnachmittage, Fastnachtsveranstaltungen und das traditionelle Sommerfest.

Großen Beifall gab es für Lothar Huppert, der über zwei Jahrzehnte die geschätzten Weißbrote für den beliebten Abendimbiss gebacken hat und sich nun zurückzieht. Der Vorsitzende Rudolf Müller überreichte ihm, begleitet von herzlichem Beifall, eine ansprechend gestaltete Ehrenurkunde. Insgesamt gesehen, ging für die Seniorenvereinigung ein großartiges Halbjahr zu Ende.

 


Die Beigeordnete Denise Klein über ihre Arbeit im Stadtrat

Mit Denise Klein stellte sich schon zum zweiten Mal jemand vor, der sich im kommenden Jahr um das Amt des Bürgermeisters bewirbt. In Vertretung des Vorsitzenden Rudolf Müller begrüßte sein Stellvertreter Ernst Schmitt die Referentin, die über ihre Arbeit als ehrenamtliche Beigeordnete der Stadt Püttlingen berichtete.

Denise Klein stellte sich zunächst vor und schilderte kurz ihre private und berufliche Situation. Sie sei, so Denise Klein, bereits seit 27 Jahren Ratsmitglied und damit heute die dienstälteste Abgeordnete. Darüber hinaus sei sie Mitglied im Landesvorstand der SPD und könne da auch manches für die Kommunen bewirken. Auch die Seniorenarbeit sei ihr nicht fremd; so habe sie das Besuchsprogramm „Peter und Paul“ begleitet. Im Rat habe sie in unterschiedlichen Ausschüssen mitgearbeitet. Von 2004 bis2014 sei sie Fraktionsvorsitzende gewesen, danach Beigeordnete. Dabei habe es sich um eine andere, objektivere Arbeit gehandelt, weil sie die Interessen der Stadt zu vertreten hatte. Denise Klein, so berichtete sie, habe Püttlingen oft in den Partnergemeinden vertreten.

Sie habe Visionen für die Zukunft von Püttlingen. Dazu gehöre zunächst, die Überschuldung zu verhindern, das Gewerbe zu erhalten und neue Unternehmen anzusiedeln. Dafür schlug sie das Gelände in der Nähe der Breitwies vor. Wichtig sei der Bereich der Bildung, auch die der vorschulischen. So fehlten im Regionalverband, auch in Püttlingen, Kindergartenplätze. Auch eine betreuende Ganztagsgrundschule sei notwendig. Der Standort für die Schule der Sekundarstufe I müsse durch ein Alleinstellungsmerkmal gesichert werden. Püttlingen müsse und könne „stark durch die Gemeinschaft“ werden. Dem Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Unter anderem ging es auch um die Entgelte, die die Seniorenvereinigung an die Stadt abführen müsse, während die Stadt ihrerseits bedeutende Summen in das Mehrgenerationenhaus investiere. Auch zahlreiche andere Missstände wurden angesprochen, beispielsweise die Zweckentfremdung der Spielplätze. Den Senioren, das war erkennbar, liegt die eigene Sicherheit und die Sauberkeit der Stadt am Herzen. Denise Klein sicherte den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern zu, sich dieser Bürgersorgen anzunehmen.

weitere Fotos von der Veranstaltung

 


Mehr als ein unterhaltsamer Nachmittag bei der „Seniorenvereinigung“:

Das Thema „Wein“ in der Bibel

Pastor Hans-Georg Müller, Mitglied des Vereins, war mit diesem vielversprechenden Vortrag Referent bei der „Seniorenvereinigung Püttlingen“. Mit humorvollen Zitaten führte er in das Thema ein, etwa mit dem boshaften Zitat von Mark Twain, der deutsche Wein unterscheide sich vom Essig lediglich durch das Etikett.

Nicht vier Kapitel wollte Hans-Georg Müller vortragen, sondern dem Anspruch angemessen hatte er vier Pokale mit einer Cuvée gefüllt. Neben dem Wasser und der Muttermilch sei wohl der Wein das älteste Getränk der Welt. Schon in der Antike sei man sich der doppelten Wirkung des Weins bewusst gewesen, einmal als Freudenspender, zum andern als Rauschmittel. Wein, dessen Zubereitung bei weitem nicht so perfektioniert gewesen sei wie in jüngerer Zeit, sei damals ausschließlich Rotwein gewesen und der Vergleich mit Blut naheliegend. Weil die Wasserqualität so schlecht war, habe man oft Wein zugemischt, mal mit Honig gesüßt, mal mit Harz haltbar gemacht. Augenzwinkernd meinte Pastor Müller, man müsse sich das antike Getränk als „kalten Glühwein“ vorstellen.

Im Alten Testament habe man den Wein als Gottesgabe gesehen, nicht umsonst habe Noah nach der Sintflut als erstes einen Weinberg gepflanzt. Im Buch der Richter wird, wie in vielen andern Büchern der Bibel, auf die Wohltaten des Weines hingewiesen. Quer durch alle Texte spiele der Wein eine Rolle. Mit Zitaten aus dem „Buch der Sprüche“ wurde aber deutlich, dass man sich der Risiken des Weinkonsums durchaus bewusst war. Und bei Jesus Sirach lässt sich lesen: „Auch beim Wein spiele nicht den starken Mann! Schon viele hat der Rebensaft zu Fall gebracht.“

Im Neuen Testament, dem dritten Pokal, spiele der Wein eine vielleicht noch bedeutendere Rolle. Die zahlreichen Gleichnisse belegen, dass Kenntnisse des Weinbaus als selbstverständlich vorausgesetzt waren. Mit ziemlicher Sicherheit habe auch Jesus Wein getrunken, sonst sei das Wunder auf der Hochzeit von Kana nicht geschehen. Höhepunkt der Wertschätzung sei die Verwendung des Weins beim Abendmahl. Es sei bedauerlich, meinte Pastor Müller, dass gerade die Bewertung des Abendmahls die christlichen Konfessionen trenne.

Auch durch die Bibel habe der Wein die „Weihe der Altäre“ erlangt. Die Weinberge der Klöster seien Leuchttürme der Kultur gewesen, angelegt von Mönchen, die den Wein über die Alpen gebracht hätten. In mühsamer Arbeit seien kunstvolle Terrassen angelegt worden, deren Früchte wir heute noch genießen können. Nicht umsonst tragen viele Namen von edlen Lagen religiöse Namen, etwa „Liebfrauenberg“ oder „Kapellengarten“. Man trinke sich zu mit „Prosit“ (= Es möge nützen) oder „Santé“ (= Gesundheit). Nur man möge ihn, ein Seitenhieb auf die neue Rechtschreibung, in „Maßen“ und nicht in „Massen“ zu sich nehmen. In der Kirche, schloss Pastor Müller lächelnd, würde er jetzt „Amen“ sagen, hier aber sei „Prost“ angebracht.

Es war ein selten unterhaltsamer, zugleich informativer Nachmittag bei der Seniorenvereinigung Püttlingen, der den vielen zugleich nachdenklichen und belustigten Zuhörern Gelegenheit zum Schmunzeln und Grübeln gab. Der Vorsitzende Rudolf Müller brauchte abschließend nur noch dies dankend zum Ausdruck zu bringen.

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Ein tolles „Ersatzziel“

Weil der eingeplante Reiseleiter wegen einer Erkrankung ausgefallen war, mussten die „Senioren“ rasch und kreativ ein Ersatzziel finden. Das gelang mit einer Fahrt durch den frühlingsgrünen Saargau ins Dreiländereck vorzüglich. Zuerst wurde das lothringische Örtchen Rodemack angesteuert, kaum bekannt, obwohl es zu den schönsten Dörfern Frankreichs zählt. Liebevoll und leicht übertrieben spricht man vom „lothringischen Carcassonne“, weil das mittelalterliche Stadtbild, überragt von der Zitadelle, einschließlich der Stadtmauer noch vollkommen erhalten ist. Die Alte Post, das Badehaus – kurzum, die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein.

In Sierck-Les-Bains wurde den Püttlingern an elegant gedeckten Tischen ein vorzügliches Menü serviert, was die Stimmung bei dem herrlichen Frühlingswetter noch weiter ansteigen ließ. Wie in Frankreich üblich, zog sich das recht lange hin, doch kam die Gruppe pünktlich am letzten Ziel an, der Römischen Villa in Perl-Borg.

Dort war als weiterer kultureller Höhepunkt eine Führung vorbereitet. Eine Multivisionsschau stimmte in die Geschichte der Villa und die Intention des Wiederaufbaus ein. Die ausführliche Besichtigung vermittelte ein guten Einblick in das komfortable Leben der Römer, wenn sie denn der entsprechenden Gesellschaftsschicht angehörten. Die Gäste waren sich einig, dass hier ein weiterer Höhepunkt für den aufstrebenden Saarland-Tourismus geschaffen worden ist. Wie üblich war zum Abschluss der gelungenen Fahrt ein prickelnder Umtrunk vorbereitet. Kultur und Geselligkeit, so der einhellige Eindruck, waren bei der Fahrt harmonisch miteinander verbunden.

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